Boston liegt an der Ostküste der USA und ist wahrscheinlich die europäischste Stadt in den USA. Auf jeden Fall ist sie die Geschichtsträchtigste. Wenn du dich für amerikanische Geschichte interessierst, kommst du hier voll auf deine Kosten. Doch auch wenn Geschichte so gar nicht dein Ding ist, lohnt sich ein Besuch. In diesem Artikel zeige ich dir die Sehenswürdigkeiten in Boston, die du locker an zwei Tagen schaffen kannst.
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Boston – die europäischste Stadt der USA
Boston wirkt im Gegensatz zu New York sehr europäisch. Die Straßen sind verwinkelt, Backsteinhäuser erinnern an englische Städte und überall begegnet dir Geschichte.
Wir haben im Mai drei Nächte in Boston verbracht und hatten zwei volle Tage Zeit, die Stadt zu erkunden. Das reicht locker, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen.
Was Boston besonders macht, ist die Mischung aus Alt und Neu. Die Stadt ist stolz auf ihre Rolle in der amerikanischen Revolution. Der Freedom Trail führt dich zu 16 historischen Stätten quer durch die Stadt. Gleichzeitig ist Boston auch modern und lebendig, mit renommierten Universitäten wie Harvard und MIT direkt nebenan in Cambridge.
In diesem Artikel zeige ich dir die sechs Sehenswürdigkeiten, die du in Boston nicht verpassen solltest. Die meisten liegen am oder in der Nähe des Freedom Trail, sodass du sie gut kombinieren kannst.

Boston im Überblick
- Boston wurde 1630 gegründet und ist damit eine der ältesten Städte der USA.
- Die berühmte Boston Tea Party im Jahr 1773 war einer der Auslöser für die amerikanische Revolution. Kolonisten warfen aus Protest gegen britische Steuern Tee im Wert von umgerechnet über einer Million Dollar in den Hafen.
- Der Freedom Trail ist 4 Kilometer lang und führt zu 16 historischen Stätten. Die rote Linie auf dem Boden zeigt dir den Weg durch die Geschichte der Stadt.
- Die Harvard University wurde 1636 gegründet und ist die älteste Hochschule der USA. In Boston und Cambridge gibt es mehr als 50 Colleges und Universitäten.
- Die Acorn Street in Beacon Hill gilt als die meistfotografierte Straße der USA. Die Kopfsteinpflastergasse mit ihren Gaslaternen sieht aus wie aus einem historischen Film.
Boston Sehenswürdigkeiten
Boston ist relativ überschaubar und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen am oder in der Nähe des Freedom Trail. Du kannst sie also prima bei einem Spaziergang kombinieren. Im Folgenden stelle ich dir sechs wichtige Sehenswürdigkeiten in Boston vor.
Freedom Trail
Der Freedom Trail ist wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit in Boston. Der 4 Kilometer lange Weg führt dich zu 16 historischen Stätten, die eine wichtige Rolle in der amerikanischen Revolution gespielt haben.
Damit du dem Trail folgen kannst, gibt es auf dem Boden eine rote Linie, die den gesamten Trail markiert. Du kannst sie nicht verfehlen und folgst ihr einfach.
Plane am besten den ganzen Tag für den Trail ein. Es gibt einiges zu sehen und zwischendurch möchtest du auch bestimmt mal eine Pause machen.
An jeder Station des Trails gibt es Infotafeln, die dir erklären, was hier passiert ist. Wenn du mehr Hintergrundwissen möchtest, gibt es auch geführte Touren (kannst du hier buchen), die von kostümierten Guides durchgeführt werden.
Wir sind den Freedom Trail auf eigene Faust gelaufen. Er ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. Einige der historischen Gebäude verlangen allerdings Eintritt. Das ist aber kein Muss, denn vieles kannst du auch von außen gut sehen.

Boston Common
Boston Common ist der älteste öffentliche Park der USA und wurde 1634 angelegt. Der Park liegt mitten im Zentrum und ist der Startpunkt des Freedom Trail.
Der Park ist riesig und wird von den Bostonern zum Joggen, Picknicken und Entspannen genutzt. Im Winter gibt es hier sogar eine Eislaufbahn.
Früher wurde der Park als Weide für Vieh genutzt und diente als Versammlungsort für öffentliche Reden und Hinrichtungen.
Wir haben unsere Tour auf dem Freedom Trail hier gestartet, da von hier aus die rote Linie auf dem Boden anfängt.

Massachusetts State House
Das Massachusetts State House mit seiner goldenen Kuppel ist eines der Wahrzeichen von Boston. Das Gebäude wurde 1798 fertiggestellt und ist der Sitz des Parlaments von Massachusetts.
Das State House steht direkt am Rand von Boston Common auf Beacon Hill und ist eine wichtige Station am Freedom Trail. Die Kuppel wurde übrigens ursprünglich aus Holz gebaut und erst später vergoldet.
Du kannst das Gebäude kostenlos besichtigen. Es werden geführte Touren angeboten, bei denen du mehr über die Geschichte und die politische Bedeutung erfährst. Infos zu den Touren findest du auf der Website des Massachusetts State House.


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Granary Burying Ground
Der Granary Burying Ground ist einer der berühmtesten Friedhöfe der USA und liegt direkt am Freedom Trail. Hier sind einige der wichtigsten Persönlichkeiten der amerikanischen Revolution begraben. Der Friedhof wurde 1660 angelegt und ist damit einer der ältesten in Boston.
Zu den bekanntesten Gräbern gehören Paul Revere, Samuel Adams und John Hancock, alles Namen, die du vielleicht aus dem Geschichtsunterricht kennst. Auch die Opfer des Boston Massacre von 1770 liegen hier begraben. Der Friedhof ist klein, aber vollgepackt mit Geschichte.
Der Eintritt ist kostenlos und der Friedhof ist täglich geöffnet.

Paul Revere House
Das Paul Revere House ist das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Downtown Boston und wurde 1680 erbaut. Paul Revere, einer der bekanntesten Helden der amerikanischen Revolution, lebte hier von 1770 bis 1800 mit seiner Familie.
Du kannst das Haus besichtigen. Der Eintritt kostet etwa 6 Dollar für Erwachsene. Das Haus ist täglich geöffnet, außer in den Wintermonaten.
Mehr Infos findest du auch auf der Website des Paul Revere House.

North End
Das North End ist Bostons ältestes Wohnviertel und gleichzeitig das italienische Herz der Stadt. In den engen Gassen gibt es jede Menge italienische Restaurants, Cafés und Feinkostläden.
Das Viertel ist klein und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Rund um die Hanover Street findest du authentische italienische Restaurants und Bäckereien.
Das North End liegt direkt am Freedom Trail, sodass du es perfekt in deine Tour einbauen kannst. Plane am besten Zeit für einen Espresso und Cannoli mit ein.

Old North Church
Die Old North Church ist die älteste noch genutzte Kirche in Boston. Sie wurde 1723 erbaut und liegt im North End.
Du kannst die Kirche besichtigen und den Kirchturm besteigen. Von oben hast du einen tollen Blick über das North End und die Umgebung.
Der Eintritt zur Kirche selbst ist kostenlos, für den Kirchturm musst du allerdings Eintritt zahlen. Die Kirche ist täglich geöffnet. Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der Website der Old North Church.

Faneuil Hall & Quincy Market
Faneuil Hall und Quincy Market liegen direkt nebeneinander. Im Quincy Market findest du eine riesige Food Hall mit Dutzenden von Ständen. Hier gibt es alles von Lobster Rolls über Pizza bis hin zu asiatischem Essen. Es ist ziemlich touristisch, doch die Auswahl ist riesig.
Faneuil Hall und Quincy Market liegen direkt am Freedom Trail. Der Eintritt ist kostenlos, du zahlst nur für das Essen, das du dir holst.

Bunker Hill Monument
Das Bunker Hill Monument ist ein 67 Meter hoher Obelisk aus Granit und markiert das Ende des Freedom Trail in Charlestown.
Das Monument erinnert an die Schlacht von Bunker Hill im Juni 1775, eine der ersten großen Schlachten der amerikanischen Revolution.
Du kannst das Monument besteigen und die Aussicht über Boston genießen. Allerdings musst du dafür 294 Stufen hochklettern. Oben angekommen wirst du dafür aber mit einem tollen Panoramablick belohnt.
Am Fuß des Monuments gibt es ein kleines Museum, das die Geschichte der Schlacht erklärt. Der Eintritt ist kostenlos, sowohl für das Monument als auch für das Museum.
Das Monument ist täglich geöffnet, aber besonders im Sommer kann es zu Wartezeiten kommen.

USS Constitution
Die USS Constitution ist das älteste noch schwimmende Kriegsschiff der Welt und liegt im Charlestown Navy Yard.
Du kannst das Schiff kostenlos besichtigen. An Bord führen dich aktive US-Navy-Matrosen durch die verschiedenen Decks und erzählen die Geschichte des Schiffes.
Direkt neben dem Schiff liegt das USS Constitution Museum, das ebenfalls kostenlos ist. Hier erfährst du mehr über die Geschichte des Schiffes und die Seefahrt im 18. und 19. Jahrhundert.
Die USS Constitution liegt am Ende des Freedom Trail beim Bunker Hill Monument. Zurück kannst du die MBTA-Fähre (legt direkt in der Nähe des Museums an) nehmen.
Die Fahrt dauert nur etwa 10 Minuten und bietet einen tollen Blick auf den Hafen.

Boston Waterfront
Die Boston Waterfront erstreckt sich entlang des Hafens. Hier kannst du am Harborwalk entlang des Wassers spazieren gehen. Der Weg führt vorbei an Restaurants, Cafés und historischen Hafengebäuden.
Am Long Wharf, einem der ältesten Piers, legen die Fähren zur USS Constitution und zu den Harbor Islands ab. Von hier aus hast du einen tollen Blick auf die Skyline und den Hafen.
Die Waterfront liegt zentral und ist von den meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß zu erreichen. Du kannst sie perfekt in deine Tour einbauen, besonders wenn du die Fähre zur USS Constitution nimmst.

Public Garden
Der Public Garden ist Bostons erster öffentlicher botanischer Garten und liegt direkt neben dem Boston Common. Der Park wurde 1837 angelegt und ist vor allem für seine wunderschönen Blumenbeete und den großen Teich bekannt.
Du kannst hier Tretboot fahren oder einfach nur eine Pause vom Sightseeing einlegen. Der Public Garden liegt zentral zwischen Boston Common und dem Back Bay Viertel. Der Park ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich.

Beacon Hill & Acorn Street
Beacon Hill fühlt sich an wie eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. In den schmalen Gassen gibt es rote Backsteinbauten mit schwarzen Fensterläden, Gaslaternen und Blumenkästen. Das Viertel liegt direkt am Boston Common und lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Die Acorn Street ist die bekannteste Straße in Beacon Hill und gilt als die meistfotografierte Straße der USA. Die kleine Gasse mit ihrem Kopfsteinpflaster sieht aus wie aus einem historischen Film.
Heute ist die Straße sehr beliebt bei Touristen, und es kann ziemlich voll werden. Am besten besuchst du die Acorn Street früh am Morgen, dann hast du mehr Ruhe für Fotos.

Harvard Campus in Cambridge
Der Harvard Campus liegt in Cambridge, direkt gegenüber von Boston auf der anderen Seite des Charles River. Harvard ist die älteste Universität der USA und wurde 1636 gegründet. Ein Spaziergang über den Campus vorbei an den historischen Gebäuden lohnt sich.
Das Herzstück des Campus ist Harvard Yard mit seinen roten Backsteingebäuden und alten Bäumen. Hier steht auch die Statue von John Harvard, dem Namensgeber der Universität.
Es heißt, dass es Glück bringt, den Schuh der Statue zu berühren. Entsprechend blank ist er von Tausenden von Besuchern.
Du kannst den Campus auf eigene Faust erkunden oder an einer kostenlosen Führung teilnehmen, die von Studenten geleitet wird.
Die Touren geben dir interessante Einblicke in die Geschichte und das Studentenleben in Harvard. Es gibt auch mehrere Museen auf dem Campus, darunter das Harvard Art Museums.
Von Boston aus erreichst du Cambridge mit der U-Bahn (Red Line, Station Harvard Square). Die Fahrt dauert etwa 15-20 Minuten. Am Harvard Square gibt es auch viele Cafés und Buchläden, um zu stöbern oder um einen Kaffee zu genießen.

Boston Duck Tours
Zum Schluss habe ich noch einen kleinen Tipp für dich, der zwar sehr touristisch und sehr amerikanisch ist, doch trotzdem Spaß macht: Die Boston Duck Tours.
Hierbei handelt es sich um eine Stadtrundfahrt mit einem Amphibienfahrzeug. Das Coole ist, dass du nicht nur auf der Straße fährst, sondern auch auf dem Charles River und du Boston so nochmal aus einer völlig anderen Perspektive siehst.
Die Tour ist wirklich total auf Touristen ausgelegt. Uns hat sie trotzdem gefallen, wobei ich diese Mitmachaktionen, ich sag nur Quark Quark, schon ein bisschen komisch fand.
Wenn du also mal Lust auf eine etwas andere Stadtrundfahrt hast, kann ich dir Duck Tours auf jeden Fall empfehlen. Mehr Infos zu Preise und Buchungen findest du auf der Website von Duck Tours.

Die beste Reisezeit für Boston
Boston hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz.
Im Frühling ist die Stadt besonders beliebt. Die Temperaturen werden angenehm und die Parks und Gärten blühen. Wir waren im Mai dort und hatten gemischtes Wetter. Der Vorteil es war nicht zu warm, sodass es angenehm zum Laufen durch die Stadt war.
Im Sommer kann es in Boston ziemlich heiß und schwül werden. Dafür gibt es im Sommer viele Events und Festivals.
Der Herbst ist ebenfalls eine tolle Zeit. Der Indian Summer ist in Neuengland besonders schön und steht definitiv noch auf meiner Bucket List.
Im Winter kann es in Boston richtig kalt werden, manchmal auch mit Schnee. Vielleicht nicht gerade das beste Wetter für Sightseeing, aber mit einer besonderen Atmosphäre.
Boston – So kommst du hin
Boston ist gut angebunden und auf verschiedenen Wegen erreichbar. Je nachdem, ob du von Europa aus anreist oder schon in den USA unterwegs bist, hast du mehrere Möglichkeiten.
Mit dem Flugzeug
Der Boston Logan International Airport liegt nur etwa 5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist damit einer der am besten erreichbaren Flughäfen in den USA. Von Deutschland aus gibt es Direktflüge von Frankfurt und München nach Boston. Die Flugzeit beträgt etwa 8-9 Stunden.
Vom Flughafen kommst du günstig und schnell ins Zentrum. Die MBTA Blue Line (U-Bahn) fährt direkt vom Terminal zum Zentrum und kostet nur ein paar Dollar. Alternativ gibt es den Silver Line Bus, der zu verschiedenen Punkten in der Stadt fährt. Ein Taxi oder Uber ins Zentrum kostet etwa 30-50 Dollar.
Mit dem Mietwagen
Wenn du einen Road Trip an der Ostküste machst, liegt Boston perfekt auf der Route zwischen New York und den nördlichen Neuengland-Staaten. Von New York aus sind es etwa 350 Kilometer, die Fahrt dauert rund 4 Stunden.
Für die Erkundung der Stadt selbst brauchst du keinen Mietwagen. Boston lässt sich super zu Fuß erkunden und hat ein gutes öffentliches Verkehrsnetz. Wenn du trotzdem mit dem Mietwagen unterwegs bist, solltest du beachten, dass Parken in Boston teuer sein kann.
Übernachten in Boston
Boston bietet Unterkünfte für jedes Budget, von günstigen Hostels bis zu Luxushotels. Die Lage ist dabei entscheidend. Je zentraler, desto teurer, aber auch praktischer.
Für Sightseeing ist Downtown Boston ideal. Von hier aus erreichst du den Freedom Trail, den Boston Common und viele andere Sehenswürdigkeiten zu Fuß.
Hotels in dieser Gegend sind allerdings nicht günstig. Wenn du zentral übernachten möchtest, solltest du auf jeden Fall mit höheren Preisen rechnen.
Back Bay ist ebenfalls zentral gelegen und etwas ruhiger als Downtown. Das Viertel ist elegant mit vielen Restaurants und Geschäften. Auch hier sind die Hotels eher im höheren Preissegment.
Eine günstigere Alternative ist Cambridge, direkt gegenüber von Boston auf der anderen Seite des Charles River. Von hier aus bist du mit der U-Bahn in 15-20 Minuten im Zentrum. Cambridge hat durch Harvard und MIT eine studentische Atmosphäre mit vielen Cafés und Restaurants.
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, kannst du auch außerhalb übernachten und mit der U-Bahn in die Stadt fahren. Das spart Geld und du musst dir keine Gedanken über teure Parkgebühren machen.

Boston – ein Stück Europa in den USA
Boston hat mir sehr gut gefallen. Nach dem lauten und hektischen New York war die Stadt total entspannt und wirkte sehr europäisch. Daher kann ich dir nur empfehlen, der Stadt einen Besuch abzustatten.
Es gibt nicht nur viel zu sehen, sondern du lernst auch einiges über die amerikanische Geschichte.
Bist du auch schon mal in Boston gewesen? Was ist dein Tipp für die Stadt? Schreibe es doch gerne mal in die Kommentare.
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