Jeju Island wird oft als das Hawaii Südkoreas bezeichnet. Auf der größten Insel des Landes findest du subtropische Natur, schwarze Lavafelsen und den Hallasan, den höchsten Berg Koreas. In diesem Artikel zeige ich dir, was du auf Jeju Island alles unternehmen kannst.
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Jeju Island – Vulkaninsel im Süden Südkoreas
Jeju Island ist eine Vulkaninsel und liegt etwa 90 Kilometer südlich der koreanischen Halbinsel. Die Insel ist dreifach von der UNESCO ausgezeichnet. Einmal als Biosphärenreservat, als Weltnaturerbe und Global Geopark.
Damit ist Jeju weltweit der erste Ort, der alle drei UNESCO-Auszeichnungen erhalten hat und damit einzigartig. Mit über 1.800 Quadratkilometern ist sie die größte Insel Südkoreas und hat eine eigene Provinz, ein eigenes Klima und sogar einen eigenen Dialekt. Wir haben von Busan aus einen Abstecher nach Jeju gemacht und vier Tage dort verbracht.

Jeju Island im Überblick
- Jeju Island ist die größte Insel Südkoreas und liegt etwa 90 Kilometer südlich der koreanischen Halbinsel.
- Die Vulkaninsel ist dreifach von der UNESCO ausgezeichnet: als Biosphärenreservat, Weltnaturerbe und Global Geopark.
- Der Hallasan (1.950 m) ist der höchste Berg Südkoreas und liegt im Zentrum der Insel.
- Jeju ist bekannt für seine Haenyeo, die traditionellen Taucherinnen, die ohne Atemgerät bis zu 20 Meter tief tauchen.
- Am besten erkundest du die Insel mit einem Mietwagen. Statt Google Maps kannst du Naver Map oder Kakao Map nutzen.
Sehenswürdigkeiten auf Jeju Island
Jeju Island hat viel zu bieten. Die Insel ist über 1.800 Quadratkilometer groß und du solltest mindestens drei bis vier Tage einplanen, um die wichtigsten Orte zu sehen.
Hier sind die Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest.
Hallasan
Der Hallasan ist mit 1.950 Metern der höchste Berg Südkoreas und liegt im Zentrum von Jeju Island. Der erloschene Vulkan ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und gehört zum Hallasan-Nationalpark.
Wenn du wandern magst, hast du hier die Wahl zwischen mehreren Routen. Die beliebtesten sind der Seongpanak Trail und der Gwaneumsa Trail. Beide führen zum Gipfel und dauern etwa sechs bis sieben Stunden.
Wichtig zu wissen: Die Wege werden ab einem bestimmten Zeitpunkt gesperrt, also früh starten. Wenn du nicht ganz nach oben möchtest, hast du auch auf kürzeren Routen wie dem Eorimok Trail eine tolle Aussicht.

Seongsan Ilchulbong
Der Seongsan Ilchulbong, auch Sunrise Peak genannt, ist einer der bekanntesten Orte auf Jeju Island. Der Tuffkegel entstand vor etwa 5.000 Jahren durch einen Vulkanausbruch unter Wasser und gehört heute zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Von oben hast du einen tollen Blick auf den Krater und das Meer. Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten und auch, wenn du nicht so geübt bist, ist der Aufstieg gut machbar.
Besonders beliebt ist der Seongsan Ilchulbong beim Sonnenaufgang. Daher kommt auch der Name Sunrise Peak. Wenn du den Sonnenaufgang erleben möchtest, solltest du allerdings früh aufstehen.

Manjanggul Lavahöhle
Die Manjanggul Lavahöhle ist mit rund 7,4 Kilometern einer der längsten Lavatunnel der Welt. Entstanden ist er durch Lavaströme, die vor etwa 300.000 Jahren aus dem Hallasan flossen.
Für Besucher ist nur etwa ein Kilometer des Tunnels zugänglich. Die Höhle ist ganzjährig geöffnet und im Inneren konstant kühl. Daher solltest du auch im Sommer eine Jacke mitnehmen.
Am Ende des begehbaren Abschnitts kannst du dann eine der größten Lavasäulen der Welt bestaunen.

Dol Hareubang
Die Dol Hareubang sind Steinstatuen aus vulkanischem Basalt. Sie stehen überall auf der Insel. An Straßen, vor Tempeln und in Parks. Der Name bedeutet im Jeju-Dialekt so viel wie „Steingroßvater“.
Ursprünglich standen die Statuen nur an den Eingängen der drei Hauptstädte der Insel und sollten vor bösen Geistern schützen. Heute sind sie das Wahrzeichen von Jeju und ein beliebtes Fotomotiv.

Hyeopjae Beach & Hamdeok Beach
Jeju Island hat mehrere schöne Strände, zwei davon solltest du nicht verpassen. Der Hyeopjae Beach im Westen der Insel. Hier gibt es türkisblaues Wasser und weißen Sand. Ein toller Kontrast zu den schwarzen Lavafelsen.
Der Hamdeok Beach im Norden ist besonders bei jungen Koreanern beliebt und punktet mit klarem Wasser und einer entspannten Atmosphäre. Beide Strände sind mit dem Mietwagen gut erreichbar und in der Nähe gibt es Restaurants und Cafés.

Seogwipo & Wasserfälle
Seogwipo ist die zweitgrößte Stadt auf Jeju Island und liegt im Süden der Insel. Die Stadt ist bekannt für ihre Wasserfälle, von denen zwei besonders sehenswert sind. Einmal der Jeongbang Wasserfall und der Cheonjiyeon Wasserfall.
Der Jeongbang Wasserfall ist einer der wenigen Wasserfälle der Welt, der direkt ins Meer fällt. Der Cheonjiyeon Wasserfall liegt etwas außerhalb der Stadt und ist von üppiger subtropischer Vegetation umgeben. Beide sind gut zu Fuß erreichbar und lohnen sich für einen kurzen Stopp.

Udo Island
Udo Island ist eine kleine Insel vor der Ostküste von Jeju. Wenn du etwas länger auf Jeju bist, lohnt sich ein Tagesausflug. Wir haben es zeitlich leider nicht mehr geschafft.
Nach Udo Island kommst du mit der Fähre ab Seongsan Port. Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten und tagsüber fährt die Fähre alle 30 Minuten. Ein Hin- und Rückfahrticket kostet etwa 10.000 Won.
Einen Mietwagen darfst du nicht mit auf die Insel nehmen. Vor Ort kannst du ein E-Bike oder Roller leihen oder die Insel mit dem Rundbus erkunden.
Auf Udo gibt es schöne Strände, Klippen und den Udobong Peak mit Panoramablick auf Jeju.

Haenyeo
Die Haenyeo sind die traditionellen Taucherinnen von Jeju Island. Sie tauchen ohne Atemgerät bis zu 20 Meter tief, um Meeresfrüchte wie Abalone, Seeigel und Muscheln zu sammeln. Die ältesten aktiven Haenyeo sind über 80 Jahre alt.
Die Tradition der Haenyeo reicht mehrere Jahrhunderte zurück und gehört seit 2016 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.
Heute gibt es nur noch etwa 3.500 aktive Haenyeo. Wenn du die Haenyeo bei der Arbeit sehen möchtest, hast du die besten Chancen an der Ostküste bei Seongsan. Im Haenyeo Museum auf Jeju erfährst du mehr über ihre Geschichte und Lebensweise.

Wo auf Jeju übernachten
Auf Jeju Island gibt es für jeden Geldbeutel das passende Angebot. Von einfachen Guesthouses bis hin zu Luxusresorts. Besonders beliebt ist das Jungmun-Gebiet im Süden der Insel, da es zentral zwischen vielen Sehenswürdigkeiten liegt.
Unser Hotel, das Kensington Jeju Hotel, lag ebenfalls im Süden der Insel in der Nähe der Cheonjeyeon Wasserfälle. Das Hotel hat einen beheizten Pool mit Dachterrasse, die Zimmer waren sehr groß und das Frühstücksbuffet super umfangreich und lecker.

Was essen auf Jeju Island
Jeju Island hat auch kulinarisch einiges zu bieten und ist bekannt für seine regionalen Spezialitäten. Das bekannteste Gericht ist das schwarze Jeju-Schwein. Das Fleisch gilt als besonders aromatisch und wird traditionell gegrillt serviert.
In Jeju City gibt es eine ganze Straße, die sogenannte Black Pork Street, die sich auf dieses Gericht spezialisiert hat.
Auch typisch für Jeju sind die Hallabong-Mandarinen. Sie wachsen auf der Insel und du kannst sie von November bis März kaufen. Du findest sie überall. Ob frisch, als Saft oder in Süßigkeiten verarbeitet.
Wenn du Meeresfrüchte magst, bist du auf Jeju genau richtig. Abalone, Seeigel und frischer Fisch gehören zur lokalen Küche.

Anreise Jeju Island
Nach Jeju Island kommst du am schnellsten mit dem Flugzeug. Wir sind auf unserem Roadtrip von Busan aus geflogen. Der Flug ab Gimhae Airport dauert etwa eine Stunde.
Es gibt auch Direktflüge ab Seoul. Sowohl vom Gimpo Airport als auch vom Incheon Airport. Die Strecke Seoul–Jeju ist übrigens die meistgeflogene Flugroute der Welt. Daher ist es kein Wunder, dass der Flughafen auf Jeju super voll war.
Wenn du nicht gerne fliegst, dann ist die Fähre eine Alternative. Von Busan oder anderen koreanischen Hafenstädten gibt es Fährverbindungen nach Jeju. Die Überfahrt dauert je nach Abfahrtshafen zwischen drei und elf Stunden.

Unterwegs auf Jeju Island
Jeju ist gar nicht so klein, wie du vielleicht denkst. Daher empfehle ich dir einen Mietwagen, um die Insel flexibel zu erkunden. So bist du unabhängig und kannst auch abgelegene Strände und Sehenswürdigkeiten gut erreichen.
Auf Jeju funktioniert Google Maps nur eingeschränkt. Nutze stattdessen Naver Map oder Kakao Map. Beide Apps sind auf Koreanisch und Englisch verfügbar und zeigen alle Straßen und Sehenswürdigkeiten zuverlässig an.
Unser Mietwagen hatte ein Navi, das zwar alles auf Koreanisch angezeigt hat, doch zum Glück englisch gesprochen hat. Der Clou war, dass es zwischendurch Werbung gab, je nachdem wo wir vorbeigefahren sind.
Natürlich gibt es auch Busse auf Jeju, doch die Verbindungen sind nicht immer so praktisch. Solltest du doch den Bus nehmen, kannst du auch hier deine T-Money Card nutzen.

Die beste Reisezeit für Jeju Island
Die beste Reisezeit für Jeju Island ist im Frühling von März bis Mai und im Herbst von September bis November. Dann ist das Wetter mild und angenehm.
Wir waren im April auf Jeju und das Wetter war sehr durchwachsen. Morgens oft Sonne und blauer Himmel, nachmittags dann bewölkt und einmal auch Regen.
Trotzdem war es eine tolle Reisezeit, da die Insel im Frühling besonders grün ist. Im Sommer von Juli bis August ist Jeju sehr beliebt, doch auch heiß und sehr regenreich durch die Monsunzeit. Die Wintermonate sind ruhiger, dafür auch deutlich kühler.

Lohnt sich ein Besuch auf Jeju Island
Uns hat Jeju sehr gut gefallen und wir waren überrascht, dass die Insel größer ist als wir gedacht haben. Leider war die Zeit etwas kurz. Wenn es uns nochmal nach Südkorea verschlägt, können wir uns vorstellen noch mal nach Jeju Island zu fliegen.
Bist du schon mal auf Jeju gewesen? Was sind deine Tipps für die Insel?




