Seoul ist lebendig, doch auch traditionell und ursprünglich. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. In diesem Artikel teile ich meine Tipps und Erfahrungen rund um die Hauptstadt Südkoreas.
Seoul – zwischen alt und neu
Seoul liegt am Han-Fluss, umgeben von Bergen im nordwestlichen Teil Südkoreas. Die Stadt gehört zur Metropolregion Sudogwon, in der rund 25,4 Millionen Menschen leben, davon allein 11 Millionen in Seoul. Damit zählt die Region zu den fünf größten Ballungsräumen der Welt.
Seoul ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Hier findest du moderne Wolkenkratzer, internationale Unternehmen und eine aktive Technologieszene.
Auf der anderen Seite gibt es Paläste, traditionelle Hanok-Häuser und Tempel, die mitten in der Stadt stehen und genau dieser Mix ist das, was Seoul ausmacht.

Seoul im Überblick
- Seoul hat mit über 25 Millionen Menschen in der Metropolregion eine der dichtesten Bevölkerungskonzentrationen der Welt.
- Die U-Bahn von Seoul hat über 900 Stationen und gilt als eine der modernsten und saubersten der Welt.
- Kleiner Funfact: In Seoul gibt es mehr Starbucks-Filialen als in jeder anderen Stadt außerhalb der USA.
- Der Han-Fluss teilt die Stadt in zwei Hälften und ist mit 14 Brücken verbunden, die tagsüber als Park und Freizeitfläche genutzt werden.
- Seoul war im Koreakrieg weitgehend zerstört und danach komplett neu aufgebaut worden. Heute ist die Stadt eine der modernsten Metropolen Asiens.
Seoul Sehenswürdigkeiten
In Seoul gibt es jede Menge zu sehen. Die Stadt ist riesig und damit du nicht den Überblick verlierst, gibt es hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick.
Paläste und Buckchon
Wenn du in Seoul bist, solltest du auf jeden Fall einen der historischen Paläste und das Hanokdorf Buckchon besuchen. Der Gyeongbokgung ist der größte der fünf Paläste. Mir hat besonders der Changdeokgung mit seinem Secret Garden gefallen.
Ein kleiner Tipp: Wenn du einen Hanbok trägst, das traditionelle koreanische Gewand, hast du kostenlosen Eintritt in alle fünf Paläste. Hanbok-Verleihe gibt es direkt rund um die Paläste.
Mehr über die einzelnen Paläste, Öffnungszeiten und Eintrittspreise und Buckchon findest du in meinem Artikel über die Paläste in Seoul.

Cheonggyecheon
Der Cheonggyecheon-Stream schlängelt sich über 5,8 Kilometer durch das Zentrum von Seoul. Lange Zeit war er von einer Schnellstraße zugebaut. 2005 wurde er im Rahmen eines großen Stadtentwicklungsprojekts freigelegt und zu einer grünen Oase mitten in der Stadt umgebaut.
An den Ufern gibt es Spazierwege, Sitzgelegenheiten und kleine Brücken. Am Cheonggye Plaza gibt es abends eine Licht- und Wassershow mit der sogenannten Candle Fountain und unter der Gwanggyo-Brücke läuft eine Multimedia-Show mit Projektionen auf das Wasser.
Von Dezember bis Mitte Januar findet hier auch das Seoul Lantern Festival statt. Dann werden Hunderte traditionelle Hanji-Papierlaternen und LED-Installationen entlang des Streams aufgestellt.

N Seoul Tower / Namsan
Der Namsan ist ein Berg mitten in Seoul. Von hier aus hast du einen tollen Blick über die Stadt. Du kannst mit der Seilbahn nach oben fahren oder zu Fuß gehen. Wir sind hochgefahren und zu Fuß durch den Park wieder runter.
Oben auf dem Namsan steht der N Seoul Tower. Im Turm gibt es ein Drehrestaurant, das sich langsam einmal um die eigene Achse dreht. Abends wird der Turm in verschiedenen Farben angestrahlt. Diese wechseln je nach Feinstaubbelastung der Stadt. Blau steht für gute Luft, Rot für starke Belastung.
Noch ein kleiner Funfact: Der N Seoul Tower hat die wohl berühmtesten Toiletten Seouls. Die sogenannten Sky Restrooms haben raumhohe Fenster mit Blick über die Skyline. Viele Besucher fahren extra nur für die Toiletten nach oben.

Myeong-dong
Myeong-dong ist das Shoppingviertel in Seoul. Hier findest du internationale Marken, koreanische Kosmetikläden und jede Menge Streetfood. Auf den Straßen kann es auch schon mal ziemlich voll werden. Besonders abends.
Besonders bekannt ist Myeong-dong für koreanische Beauty-Produkte. Wenn du K-Beauty magst, bist du hier genau richtig. Die Verkäufer und Verkäuferinnen sind sehr aktiv und sprechen dich direkt an, lass dich davon nicht abschrecken.
In den Straßen reiht sich wirklich ein Geschäft ans nächste und es kann auch schon mal etwas überfordernd sein, weil die Auswahl einfach so groß ist.

Insadong
Insadong ist das Künstler- und Kulturviertel von Seoul. Hier findest du Galerien, Teehäuser, kleine Läden mit traditionellem Kunsthandwerk und Souvenirs. Das Viertel hat eine ganz andere Atmosphäre als das geschäftige Myeong-dong.
Die Ssamziegil ist eine Art überdachter Innenhof mit kleinen Läden und Cafés auf mehreren Ebenen. Insadong ist auch ein guter Ausgangspunkt, wenn du die Gegend rund um die Paläste erkunden möchtest, da diese ganz in der Nähe liegen.

Hongdae
Hongdae ist das Studentenviertel von Seoul und hat eine ganz eigene Energie und ist vor allem bei jungen Koreanern sehr beliebt.
Das Viertel rund um die Hongik Universität ist bekannt für seine lebendige Musikszene, Street Art und das Nachtleben. Hier ist immer was los.
Hier findest du jede Menge kleine Cafés, Vintage-Läden und Galerien. Abends verwandelt sich das Viertel und auf den Straßen gibt es Straßenmusiker und Menschen jeden Alters.

Lotte World Tower
Der Lotte World Tower ist mit 555 Metern das höchste Gebäude in Südkorea und eines der höchsten der Welt. Er liegt im Stadtteil Jamsil und du kannst ihn von vielen Stellen in Seoul sehen.
Ganz oben auf dem Turm gibt es die Aussichtsplattform Seoul Sky. Von hier aus hast du einen 360-Grad-Blick über die gesamte Stadt. Wenn du besonders mutig bist, kannst du dich auf einen der Glasfußböden stellen und direkt nach unten schauen.
Ganz ehrlich, ich habe mich das nicht getraut. Der Blick von oben ist grandios. Als ich mit meiner Freundin damals im Dezember dort oben war, war das Wetter toll und die Sicht super klar. Meine Freundin meinte, sie hätte das Gefühl gehabt, sie hätte über ganz Südkorea schauen können.

Infos Lotte World Tower: |
| Adresse: 300 Olympic-ro, Songpa-gu, Seoul |
| Öffnungszeiten: Mo.–So. 10:30–22:00 Uhr |
| Metro: Jamsil Station, Linie 2 und 8, Ausgang 1 oder 2 |
| Hier kannst du dein Ticket online buchen. |
Lotte World
Direkt neben dem Lotte World Tower liegt Lotte World, einer der bekanntesten Freizeitparks in Südkorea. Der Indoor-Bereich ist der größte überdachte Freizeitpark der Welt und eignet sich daher super für schlechtes Wetter.
Drinnen gibt es Fahrgeschäfte, eine Eisbahn, ein Karussell und jede Menge andere Attraktionen. Der Outdoor-Teil namens Magic Island liegt auf einer kleinen künstlichen Insel im Seokchon-See direkt daneben und bietet weitere Fahrgeschäfte mit Blick auf den Lotte World Tower.
Lohnt sich Lotte World? Jein. Wir waren dort und es war auch ganz nett, doch es gibt spannendere Sachen in Seoul. Wenn du allerdings Vergnügungsparks magst, dann ist das genau das Richtige für dich.

Infos Lotte World: |
| Adresse: 240-1 Olympic-ro, Songpa-gu, Seoul |
| Öffnungszeiten: Mo.–So. 10:00–21:00 Uhr |
| Metro: Jamsil Station, Linie 2 und 8, Ausgang 4 |
| Hier kannst du dein Ticket online buchen. |
Seoul Forest
Der Seoul Forest liegt im Stadtteil Seongdong-gu und ist einer der größten Parks der Stadt. Früher war das Gelände ein königliches Jagdrevier, später eine Pferderennbahn und ein Golfplatz. 2005 wurde es dann zu einem Park umgebaut.
Auf einer Fläche von rund 116 Hektar gibt es Wälder, Wiesen, einen kleinen See und sogar eine Hirschwiese, wo du die Tiere aus der Nähe beobachten kannst. Wir haben leider keine gesehen, doch vielleicht hast du mehr Glück.
Im Frühling ist der Seoul Forest besonders schön. Erst blühen die Kirschbäume, und zwischen April und Mai blühen tausende bunte Tulpen in Rot, Gelb, Pink und Orange. Der Eintritt in den Seoul Forest ist kostenlos. Du erreichst ihn am besten mit der U-Bahn, Bundang-Linie, Station Seoul Forest, Ausgang 4.

Dongdaemun
Dongdaemun ist eines der bekanntesten Einkaufsviertel in Seoul. Benannt wurde es nach dem historischen Osttor der Stadtmauer, das heute noch mitten im Viertel steht.
Bekannt ist Dongdaemun vor allem für seine riesigen Einkaufszentren und den Textilmarkt. Wenn du günstig Stoffe, Mode oder Accessoires kaufen möchtest, bist du hier genau richtig. Viele der Geschäfte haben bis tief in die Nacht oder sogar rund um die Uhr geöffnet.
Hier befindet sich auch das Dongdaemun Design Plaza, kurz DDP. Das futuristische Gebäude des Star-Architekten Zaha Hadid ist mit seiner geschwungenen silbrigen Fassade kaum zu übersehen. Im Gebäude finden regelmäßig Ausstellungen, Modeschauen und Kulturveranstaltungen statt.

Banpo-Brücke
Abends lohnt sich ein Besuch der Banpobrücke am Han-Fluss. Die Brücke verbindet die Stadtteile Seocho und Mapo. Wenn es dunkel wird, werden von der Brücke Regenbogenfontänen gesprüht. Das Ganze wird untermalt mit Musik.
Die Fontänenshow findet von April bis Oktober täglich statt und dauert jeweils 20 Minuten. Die Abendshows starten um 19:30, 20:00, 20:30 und 21:00 Uhr. Im Juli und August gibt es noch eine zusätzliche Show um 21:30 Uhr. Bei schlechtem Wetter kann die Show auch ausfallen.
Unterhalb der Brücke gibt es den Banpo Hangang Park. Hier befindet sich ein Convenience Store mit einem Café oben und du kannst Fahrräder leihen. Du erreichst die Brücke am besten mit der U-Bahn, Station Express Bus Terminal, Linie 3, 7 oder 9, Ausgang 8-1.

Bongeunsa Tempel
Der Bongeunsa Tempel liegt mitten im Stadtteil Gangnam und ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel in Seoul. Er wurde im Jahr 794 gegründet und hat eine lange Geschichte.
Auf dem Gelände gibt es mehrere Hallen, Pavillons und eine große Buddha-Statue. Es ist ein aktiver Tempel, du kannst also auch Mönche bei ihrem Alltag beobachten.
Wir waren im April da. Wegen Buddhas Geburtstag, der jedes Jahr bis Ende Mai gefeiert wird, hingen überall auf dem Gelände bunte Laternen, was echt toll aussah. Der Eintritt in den Tempel ist kostenlos.
Du erreichst den Bongeunsa Tempel mit der U-Bahn, Linie 9, Station Bongeunsa, Ausgang 1.

Gwangjang Market
Der Gwangjang Market ist einer der ältesten und bekanntesten Märkte in Seoul. Er wurde 1905 gegründet und ist vor allem für sein Streetfood bekannt.
Auf dem Markt reihen sich jede Menge Foodstände aneinander. Es gibt jede Menge leckere Sachen, aber auch Sachen, die eher gewöhnungsbedürftig sind, wie Seegurken. Wir haben auf dem Markt eine Nudelsuppe gegessen und die Nudeln wurden direkt vor unseren Augen frisch zubereitet und die Suppe war super lecker.
Neben dem Essen kannst du auf dem Gwangjang Market auch noch Stoffe, Kleidung und traditionelle Waren kaufen. Der Markt ist täglich geöffnet und du erreichst ihn am besten mit der U-Bahn, Linie 1, Station Jongno 5-ga, Ausgang 8.

Tagesausflug zur DMZ
Die DMZ ist die demilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea. Sie liegt rund 50 Kilometer nördlich von Seoul und eignet sich so gut für einen Tagesausflug.
Wir waren selber nicht dort, doch ich wollte es trotzdem mit aufnehmen, falls du einen Ausflug dorthin planst. Die meisten Touren führen zum Observation Deck mit Blick auf Nordkorea und zum Tunnel Number 3, einem der Infiltrationstunnel, den Nordkorea unter der Grenze gegraben hatte.
Touren zur DMZ werden von Seoul aus täglich angeboten und dauern in der Regel einen halben bis einen ganzen Tag. Hier kannst du deine Tour buchen.

Seoul – so kommst du hin
Direktflüge nach Seoul gibt es ab Frankfurt, zum Beispiel mit Lufthansa oder Korean Air. Die Flugzeit beträgt rund 11 bis 12 Stunden.
Du kannst Seoul auch mit einer anderen asiatischen Stadt verbinden und einen Zwischenstopp in Hongkong (haben wir bei unserer ersten Reise nach Seoul gemacht), Tokio oder Singapur einlegen. So kannst du mehrere Städte miteinander verbinden.
Einreise Südkorea
Als deutsche Staatsangehörige kannst du für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen visumfrei nach Südkorea einreisen. Du brauchst lediglich einen gültigen Reisepass.
Bis zum 31. Dezember 2026 ist auch keine K-ETA (Korea Electronic Travel Authorization) erforderlich. Ab 2027 könnte sich das ändern, informiere dich daher vor deiner Reise beim Auswärtigen Amt über den aktuellen Stand.
Was du aber ausfüllen musst, ist die E-Arrival Card. Das ist ein elektronisches Einreiseformular, das du kostenfrei innerhalb von drei Tagen vor deiner Einreise auf der offiziellen Website www.e-arrivalcard.go.kr ausfüllen kannst.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Flughafen Incheon liegt ca. 52 Kilometer westlich von Seoul auf der Insel Yeongjongdo im Gelben Meer. Von dort aus hast du mehrere Möglichkeiten, um in die Stadt zu gelangen.
AREX Express
Die schnellste Verbindung ins Zentrum ist der AREX Express. Der Zug fährt non-stop vom Flughafen zur Seoul Station und braucht dafür nur 43 Minuten. Die Sitze sind reserviert, es gibt kostenfreies WLAN und Gepäckablagen.
Tickets kannst du direkt am Schalter oder Automaten im Flughafen kaufen oder vorab online buchen: www.airportrailroad.com.
Bei unserem ersten Besuch in Seoul sind wir mit dem AREX Express in die Stadt gefahren und von der Seoul Station aus weiter mit der Metro. Da die Wege in der Metro nicht gerade kurz sind und es viele Treppen gibt, war das mit dem Gepäck etwas umständlich.
All-Stop-Zug
Neben dem AREX Express gibt es auch einen günstigeren Zug, der an allen Stationen hält, unter anderem auch in Hongdae. Er braucht rund 60 Minuten und ist praktisch, wenn dein Hotel in der Nähe einer der Zwischenstationen liegt.
Flughafenbus
Die Flughafenbusse halten direkt vor vielen Hotels in der Innenstadt. Die Fahrt dauert je nach Route und Verkehr rund 60 bis 90 Minuten. Der Bus kostet aktuell ca. 17.000 bis 18.000 Won pro Person. Die Busse sind bequem und es gibt genügend Beinfreiheit. Tickets gibt es am Schalter im Flughafen oder vorab online: www.klimousine.com
Taxi
Mit dem Taxi kommst du direkt vor die Hoteltür. Eine Fahrt ins Zentrum kostet je nach Ziel und Verkehrslage ca. 65.000 bis 100.000 Won (ca. 38 bis 59 Euro, Stand 2026), dazu kommt noch eine Mautgebühr von rund 7.600 Won (ca. 4,50 Euro, Stand 2026). Nachts zwischen 22 und 4 Uhr wird ein Aufschlag von 20% berechnet.

Unterwegs in Seoul
Seoul hat eines der besten und günstigsten Nahverkehrsnetze der Welt. Mit U-Bahn und Bus kommst du zu fast jeder Sehenswürdigkeit. Außerdem ist Südkorea sehr kartenfreundlich. In Restaurants, Cafés, Supermärkten und den meisten Geschäften kannst du problemlos mit Kreditkarte bezahlen.
U-Bahn
Die Seoul Metro hat neun Linien und ist übersichtlicher als sie auf den ersten Blick aussieht. Alle Stationen sind auf Englisch beschildert und die Durchsagen kommen auf Koreanisch und Englisch. Die Bahnen fahren täglich ab ca. 5:30 Uhr bis Mitternacht. Eine Fahrt kostet mit der T-Money Card ca. 1.250 Won.
Bus
Das Busnetz ist ebenfalls gut ausgebaut. Die Busse sind farblich nach Typ eingeteilt: Blaue Busse fahren die langen Hauptstrecken durch die Stadt, grüne Busse decken kürzere Strecken ab und verbinden U-Bahnstationen miteinander.
Gelbe Busse fahren Rundkurse durch das Stadtzentrum und sind besonders praktisch für Touristen. Rote Busse sind Expressbusse, die Seoul mit den Vororten verbinden. Die Beschriftungen an den Haltestellen sind auf Koreanisch, Englisch, Japanisch und Chinesisch.
T-Money Card
Die T-Money Card ist die aufladbare Transportkarte für U-Bahn, Bus und Taxi. Sie gilt nicht nur in Seoul, sondern in ganz Südkorea, also auch in Busan, Jeju oder Daegu. Praktisch, wenn du mehrere Städte kombinierst.
Du kannst sie direkt am Flughafen kaufen, an den Automaten in den U-Bahnstationen oder in Convenience Stores wie 7-Eleven, GS25 oder CU. Die Karte kostet ca. 2.500 bis 4.000 Won. Aufladen geht nur mit Bargeld. Die Karte verfällt nicht, du kannst sie also auf einer nächsten Reise wieder verwenden.
Internet und eSIM
In Südkorea hast du fast überall schnelles und kostenloses Internet. Außerdem läuft viel über Apps wie Naver. Daher ist eine eSIM eine gute Lösung für Navigation, Übersetzungen und die Suche nach Restaurants. Du kannst sie schon vor der Reise auf deinem Handy einrichten. Einen Anbieter mit guten Korea-Tarifen findest du bei Airalo.

Sprache
In Korea wird Koreanisch gesprochen. Mit Englisch kommst du in Seoul zwar zurecht, doch es ist nicht selbstverständlich, dass die Personen Englisch sprechen. Es lohnt sich daher, ein paar koreanische Grundfloskeln zu lernen, das kommt immer ziemlich gut an.
Eine gute Übersetzungs-App auf dem Handy hilft dir auch in vielen Situationen weiter. Google Translate zum Beispiel kann Texte und Schilder direkt per Kamera übersetzen, was unterwegs und auch in Restaurants sehr praktisch ist.
Essen
Die koreanische Küche ist vielseitig, sehr fleischlastig und oft scharf. Korean BBQ ist ein Muss, am besten abends mit einer Gruppe. Ihr bestellt rohes Fleisch, das direkt am Tisch auf einem eingelassenen Grill zubereitet wird. Dazu gibt es immer jede Menge kleine Beilagen, die sogenannten Banchan, zum Beispiel Kimchi, eingelegtes Gemüse und verschiedene Salate. Kimchi, fermentierter Chinakohl mit Chili, gehört in Korea zu fast jeder Mahlzeit.
Ebenfalls sehr beliebt ist Bibimbap, eine Schüssel mit Reis, Gemüse, Ei und Fleisch, die vor dem Essen gut durchgemischt wird. Tteokbokki, weiche Reiskuchen in einer würzigen Chilisauce, findest du überall als Streetfood.
Wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, hast du es in Seoul nicht so ganz einfach, doch es ist machbar. Die meisten normalen Restaurants sind weniger flexibel, was Anpassungen angeht.
In den Stadtteilen Itaewon und Hongdae gibt es jedoch eine wachsende Zahl an veganen und vegetarischen Restaurants. Hier wirst du bestimmt fündig.

Übernachten in Seoul
Die Auswahl an Hotels in Seoul ist riesig, und wenn du dich mit den Stadtteilen noch nicht auskennst, kann das schnell überwältigend sein. Meine Empfehlung: Achte vor allem auf die Lage.
Wir haben zweimal im Stadtteil Jongno übernachtet und das war eine gute Entscheidung. Die Paläste sind von dort zu Fuß erreichbar, der Cheonggyecheon-Stream liegt in der Nähe und es gibt viele Restaurants in der Gegend. Auch die Metro ist super gut zu erreichen.
Generell gilt: Je zentraler, umso besser. Neben Jongno sind auch Myeong-dong und Insadong beliebte Lagen mit guter Anbindung.
Die beste Reisezeit
Insgesamt war ich dreimal in Seoul. Zweimal im April und einmal im Dezember.
Der April ist wirklich eine tolle Reisezeit. Das Wetter war total angenehm, es blüht überall und wenn du Glück hast, erwischst du noch die letzten Kirschblüten.
Im Dezember war es trotz Sonne und blauem Himmel super kalt. Wir hatten Temperaturen bis zu minus 15 Grad. Warme Kleidung ist also Pflicht. Dafür ist die Stadt in der Vorweihnachtszeit toll geschmückt und deutlich weniger überfüllt als im Frühling.
Der Sommer, also Juli und August, ist die Regenzeit in Korea. Es ist heiß, schwül und es regnet häufig. Der Herbst im Oktober und November gilt ebenfalls als gute Reisezeit mit milden Temperaturen und buntem Laub.

Seoul – eine meiner Lieblingsstädte
Dank K-Pop und der Koreanischen Welle ist Seoul schon lange kein Geheimtipp mehr. Wenn du dich für diese Sachen interessierst, ist Seoul ideal für dich.
Doch auch ohne K-Dramen, K-Pop und Squid Games ist die Stadt auf jeden Fall sehenswert. Es gibt jede Menge zu sehen, das Essen ist lecker und du kannst shoppen ohne Ende.
Bist du auch schon mal in Seoul gewesen? Wie hat dir die Stadt gefallen und was ist dein Tipp, was man unbedingt gesehen haben muss? Schreib es doch gerne in die Kommentare. Ich freue mich über eine Nachricht von dir.
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Hallo Peggy,
ein schöner Beitrag über eine wunderschöne Stadt. Auch uns hat Seoul in den Bann gezogen nicht nur mit seinen Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit dem leckeren, gesunden Essen und mit der koreanischen Kultur. Unsere Verwandten leben in Seoul und wir haben sie besucht. 8 Tage haben wir in der Stadt verbracht. Insiderinfos haben wir reichlich von unseren Verwandten bekommen. Neben den Palästen hat uns der Noryangjin Fischmarkt auch gut gefallen, die Yeoido und Boramae Parken sind auch super Orte. Für diejenigen unter euch, die sich dafür interessieren, auf der Seite https://www.travelsicht.de/seoul-tipps-und-sehenswuerdigkeiten/ fassen wir unsere Highlights zusammen.
Unser Meinung nach Seoul kann mit den anderen asiatischen Metropolen, wie Tokio oder Shanghai konkurrieren.
Viele Grüße,
Ildi und Balint
Hallo Ildi und Balint,
vielen Dank für euren Kommentar. Das kann ich mir vorstellen, dass ihr jede Menge Insiderinfos bekommen habt. Ist ja auch noch mal was anderes, wenn man jemanden kennt, der dort lebt. 🙂 In Tokio und Shanghai war ich leider noch nicht aber ich finde auch das Seoul sich auf keinen Fall verstecken muss. Dieses Jahr im April geht es für mich wieder nach Südkorea und diesmal nicht nur nach Seoul. Ich freue mich schon sehr und bin gespannt, was das Land noch so zu bieten hat. Euren Seoul Bericht werde ich mir gleich mal angucken und bestimmt ist noch der ein oder andere Tipp für dabei.
Viele Grüße
Peggy
Liebe Peggy,
danke für den schönen Überblick. Gut zu wissen, dass es dich und deine Südkorea Erfahrung in den anderen Beiträgen gibt! Wir wissen zwar nicht wann wir hinkommen aber Südkorea finden wir auch super spannend und dann schauen wir sicher wieder bei dir vorbei. Wenn die Welt nicht so viel zu bieten hätte, wären wir jetzt schon dort. 🙂 Grüße von zwei Weltreisenden! Anna & Chris
Hallo Anna & Chris,
bisher war ich ja leider nur in Seoul aber ich hoffe sehr das ich Südkorea nochmal bereisen werde um mehr vom Land zu sehen. Wenn ihr noch Fragen zur Reise nach Südkorea habt dann meldet euch gerne. Dann wünsche ich euch weiterhin ganz viel Spaß auch eurer Reise und ich schaue auf jeden Fall gleich mal bei euch vorbei.
Viele Grüße
Peggy
vielen Dank für deinen tolle Artikel. War vor vielen Jahren mal geschäftlich in Seoul und ähnlich begeistert wie du. Nur eben viel zu kurz.
Danke. Es freut mich das dir der Arktikel gefällt. Vielleicht ergibt sich ja noch mal die Gelegenheit Seoul zu besuchen.
Hallo Peggy, danke für deine ausführlichen und informativen Tipps zu Seoul. Ich möchte sehr gerne im 2018 mal nach Südkorea reisen und bin mich seit längerem am „Einlesen“.
Hallo Helga, sehr gerne. Seoul ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß bei deinen Reisevorbereitungen. 🙂