Wenn du Seoul besuchst, solltest du auf jeden Fall einen der fünf Paläste besuchen. Hier erfährst du einiges über die koreanische Kultur und Geschichte. In diesem Artikel stelle ich dir die fünf Paläste vor.
Paläste in Seoul – wo Geschichte auf Moderne trifft
Seoul ist super modern. Glitzernde Hochhausfassaden und du hast überall WLAN-Zugang. Doch wenn du mehr über das alte Korea und seine Geschichte erfahren möchtest, solltest du unbedingt einen der Paläste besuchen.
In Seoul gibt es fünf historische Paläste, die alle aus der Joseon-Dynastie stammen. Diese Dynastie herrschte von 1392 bis 1897 über Korea und jeder Palast hatte damals eine andere Funktion.
In diesem Beitrag stelle ich dir die fünf Paläste vor und verrate dir, welcher mir am besten gefallen hat.

Paläste in Seoul im Überblick:
- Seoul hat fünf historische Paläste, die alle aus der Joseon-Dynastie (1392–1897) stammen
- Die fünf Paläste heißen Gyeongbokgung, Changdeokgung, Changgyeonggung, Deoksugung und Gyeonghuigung
- Während der japanischen Kolonialherrschaft wurden viele Gebäude zerstört oder abgerissen
- Zwischen Chatham und Truro gab es über 3.000 dokumentierte Schiffswracks. Die Küste wurde deshalb „Graveyard of the Atlantic“ genannt.
- Präsident John F. Kennedy unterzeichnete 1961 das Gesetz zur Gründung der Cape Cod National Seashore. Als langjähriger Sommerbesucher kannte er die Region gut.
- Der Changdeokgung Palast wurde 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt
Die Paläste im Überblick
Die Paläste in Seoul sind sich von der Architektur her alle recht ähnlich, doch jeder hat seinen eigenen Charakter. Einige sind so weitläufig, dass du einen ganzen Tag dort verbringen kannst. Andere sind kleiner und in einer Stunde erkundet.
Deoksugung (덕수궁)
Der Deoksugung Palast ist streng genommen gar kein Palast, sondern die ursprüngliche Villa eines Prinzen. Nachdem 1592 alle Paläste im Krieg gegen Japan zerstört wurden, wurde sie als provisorischer Palast genutzt. Seinen jetzigen Namen Deoksugung erhielt der Palast allerdings erst 1907.
Der Palast besteht aus vielen einzelnen Gebäuden, die sich in einer wunderschönen Grünanlage verteilen. Wir waren im April dort und es hat alles sehr schön geblüht und es gab sogar noch Reste von Kirschblüten.

Wenn du dich für zeitgenössische Kunst interessierst, kannst du auf dem Gelände das Museum of Contemporary Art besuchen. Der Palast ist nicht sehr groß und bei unserem Besuch war es trotz Sonntag und super Wetter nicht voll.
Was ich wirklich cool fand: Das Palastgelände ist umgeben von Hochhäusern und je nachdem, an welchem Punkt du im Palast stehst, wird der Kontrast zwischen Tradition und Moderne sehr deutlich sichtbar.
Vor dem Haupttor Daehanmun findet dienstags bis sonntags dreimal täglich die Wachablösung statt: um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und um 15:30 Uhr. Die Uniformen der Wachen sind sehr farbenfroh und du hast zwischen den einzelnen Abschnitten genug Zeit zum Fotografieren. Bei schlechtem Wetter kann die Wachablösung ausfallen. Aktuelle Infos findest du auf visitkorea.or.kr.

Infos Deoksugung Palast: |
| Adresse: Sejong-daero 99, Jung-gu, Seoul |
| Öffnungszeiten: Di.–So. 09:00–21:00 Uhr (Ticketverkauf bis 20:00 Uhr), montags geschlossen |
| Eintritt: ca. 1.000 Won (Erwachsene), Kinder unter 7 Jahren und Senioren ab 65 Jahren frei |
| Metro: City Hall Station, Linie 1 oder 2, Ausgang 1, 2 oder 12 |
Gyeongbokgung (경복궁)
Der Gyeongbokgung Palast wurde im Jahr 1395, drei Jahre nach Gründung der Joseon-Dynastie, fertiggestellt. Übersetzt bedeutet der Name „strahlende Glückseligkeit“.
Auch hier wurden während der japanischen Herrschaft Gebäude abgerissen und der Palast drastisch verändert. Im Jahr 1990 wurde damit begonnen, ihn in seiner ursprünglichen Form wieder aufzubauen.

Das Palastgelände ist riesig. Kein Wunder, Gyeongbokgung ist der größte der fünf Paläste in Seoul. Du kannst hier locker einen halben bis ganzen Tag verbringen. Es gibt viele reichhaltig verzierte Gebäude, die sich über das ganze Gelände, das an einen Park erinnert, verteilen.
Der Palast ist gut besucht. Allerdings verlaufen sich die Besucherströme aufgrund der Größe des Geländes relativ gut. Nur an den Hauptgebäuden am Eingang kann es schon mal etwas voll werden.
Wenn du nach den ganzen Eindrücken eine Pause brauchst, kannst du in dem Café, das sich auf dem Gelände befindet, eine Pause einlegen. Auf dem Platz vor dem Café gibt es auch öfter historische Aufführungen.
Vor dem Tor Heungnyemun findet mittwochs bis montags zweimal täglich um 10:00 Uhr und um 14:00 Uhr die Wachablösung statt. Dienstags ist Ruhetag. Mehr Infos findest du auch auf visitkorea.or.kr.

Gyeongbokgung (경복궁): |
| Adresse: Sajik-ro 161, Jongno-gu, Seoul |
| Öffnungszeiten: Mi.–Mo. 09:00–18:00 Uhr (Ticketverkauf bis 17:00 Uhr), dienstags geschlossen |
| Eintritt: ca. 3.000 Won (Erwachsene), Kinder unter 7 Jahren und Senioren ab 65 Jahren frei |
| Metro: Gyeongbokgung Station, Linie 3, Ausgang 5 |
Changdeokgung und der Huwon Garten(창덕궁과 후원)
Der Palast der glänzenden Tugend wurde zwischen 1405 und 1412 in der Joseon-Dynastie von König Taejong errichtet. 1997 wurde der Palast UNESCO Weltkulturerbe.

Da dieser und auch die beiden oben genannten Paläste aus der Joseon-Dynastie stammen, unterscheiden sich die Gebäude in den einzelnen Palästen nicht wirklich voneinander. Auch in diesem Palast gibt es viele Gebäude, welche mit kunstvollen Ornamenten und Blumen verziert sind. Und auch hier verteilen sich diese auf einem recht großen Gelände.

Bei einem Besuch des Palastes solltest du auf keinen Fall den Secret Garden auslassen. Hierbei handelt es sich eher um einen bewaldeten Park als um einen Garten. Dieser diente dem jeweiligen Herrscher als Rückzugsort.
Um dir den Secret Garden anzuschauen benötigst du ein extra Ticket, denn der Besuch ist nicht im regulären Eintrittspreis enthalten. Du bekommst ein bestimmtes Zeitfenster für deinen Besuch vorgegeben und kannst an einer Führung in verschiedene Sprachen teilnehmen. Diese kannst du jederzeit wieder verlassen oder du kannst dich auch jederzeit der Führung anschließen, wenn dir diese auf dem Gelände begegnet. Hast du keine Lust auf eine Führung, kannst du natürlich auch den Secret Garden auf eigenen Faust erkunden.

Im Garten selber findest du Gebäude eingebettet in einem Waldgebiet. Gerade bei warmen Wetter spenden die Bäume, des Waldes Schatten und es gibt auf deinem Weg immer wieder Bänke die zum Ausruhen einladen. Einige Pavillons kannst du auch besuchen. Allerdings musst du hier deine Schuhe ausziehen. Im Pavillon findest du Bücher. Da diese alle auf Koreanisch waren, kann ich leider nicht sagen um was es in den Büchern ging.
Der Secret Garden hat mir sehr gut gefallen. Im April hat dort alles geblüht und an dem Tag an dem wir den Secret Garden besucht haben, war das Wetter einfach traumhaft. Es war einfach perfekt. 🙂

Gut zu wissen:
Öffnungszeiten:
Februar-Mai und September-Oktober 09:00-18:00 Uhr
Juni-August 09:00-18:30 Uhr
November-Januar 09:00-17:30 Uhr
Ticketverkauf bis eine Stunde vor Schließung., Montags geschlossen
Eintrittspreise: Palast ca. 3,000 won, Secret Garden ca. 5,000 won
Mehr Informationen findest du unter: http://english.visitkorea.or.kr/

Die Paläste in Seoul haben mich sehr beeindruckt. Und auch wenn sich die Gebäude in den Palästen von der Architektur her sehr ähnlich waren, war jeder Palast doch irgendwie anders.
Wenn du Seoul besuchst, solltest du auf jeden Fall einen der 5 großen Paläste besuchen. Meine Favoriten waren der Deoksugung Palast und der Changdeokgung Palast mit den Secret Garden.
Hast du auf deinen Reisen auch schon mal Paläste besucht? Wenn ja welche waren es und welche haben dich am meisten beeindruckt?
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Wunderbare Fotos von den sehr exotisch anmutenden Palästen hast Du gemacht. Und für ein so modernes Land wie Korea muten die traditionellen Gewänder dann doch sehr historisch an.
Ja die Paläste waren wirklich toll und sehr sehenswert. Die Leute in den historischen Gewändern waren meist Touristen, welche sich die Gewänder geliehen haben.