Pfad durch den Bambuswald Juknokwon in Damyang, Südkorea

Damyang in Südkorea liegt in der Provinz Jeollanam-do. Dieser Landkreis ist bekannt für seinen Bambus. Da der Juknokwon-Bambuswald genau auf unserem Weg nach Mokpo lag, haben wir hier einen Zwischenstopp eingelegt.

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Damyang und sein Bambus

Damyang ist nicht zufällig zur Bambus-Hauptstadt Südkoreas geworden. Ein Viertel des gesamtkoreanischen Bambusbestandes steht hier und das hat historische Wurzeln.

Seit Generationen legten die Einwohner in ihren Hinterhöfen kleine Bambushaine an. Für sie gilt Bambus als „göttliches Rohr“. Auf Koreanisch wird es auch Sindae (신대) genannt. Aus dem Bambus werden Alltagsgegenstände jeglicher Art gefertigt.

In der koreanischen Kultur steht Bambus bis heute für Integrität und Aufrichtigkeit. Die Bambuskunst von Damyang blickt dabei auf eine über 500-jährige Geschichte zurück.

Sandweg zwischen hohen Bambusstämmen im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea
Bambuswald Juknokwon.

Damyang und Juknokwon im Überblick

  • Damyang liegt nordöstlich von Gwangju in der Provinz Jeollanam-do.
  • Der Landkreis gilt als Bambus-Hauptstadt Südkoreas. Ein Viertel des gesamtkoreanischen Bambusbestandes steht hier.
  • Der Juknokwon erstreckt sich über eine Fläche von 31 Hektar am Berg Seonginsan.
  • Der Bambuswald wurde im März 2003 als Naherholungsgebiet eröffnet.
  • Im Wald gibt es acht Pfade mit insgesamt 2,4 km Weglänge.

Der Juknokwon Bambuswald

Der Juknokwon Bambuswald ist das Herzstück von Damyang und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Provinz Jeollanam-do. Nachfolgend zeige ich dir, was es in dem Wald alles zu sehen gibt.

Die 8 Pfade

Im Juknokwon Bambuswald gibt es acht Pfade, die du alleine oder in Kombination erkunden kannst. Jeder Weg hat einen eigenen Namen und eine eigene Stimmung.

  1. Weg des Glücks
  2. Weg der Erinnerungen
  3. Weg des Philosophen
  4. Weg der Kontemplation
  5. Weg der unveränderlichen Liebe
  6. Seonginsan-Aufstieg
  7. Weg des Gelehrten
  8. Weg der engen Freunde

Wir haben uns für einen der längeren Rundwege entschieden und dabei mehrere Pfade miteinander kombiniert. Für den gesamten Rundgang haben wir etwa drei Stunden gebraucht.

Wenn du weniger Zeit hast, kannst du auch einfach einen der kürzeren Wege nehmen. Der Weg der unveränderlichen Liebe zum Beispiel ist nur 570 Meter lang und dauert rund 20 Minuten.

Hanok-Gebäude zwischen Bambusstämmen im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea

Hanok-Gebäude zwischen Bambusstämmen im Juknokwon Bambuswald.

Historische Nachbauten

Überall auf dem Gelände des Juknokwon sind historische Nachbauten traditioneller Hanok-Gebäude verteilt.

Hier kannst du sehen, wie die Menschen in Damyang früher gelebt haben. Vor den Gebäuden stehen oft die typischen Onggi-Töpfe, in denen Kimchi und andere Lebensmittel fermentiert wurden.

Historische Hanok-Gebäude mit Onggi-Töpfen im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea
Historische Hanok-Gebäude mit Onggi-Töpfen.

K-Dramen und Film

Der Juknokwon Bambuswald war schon die Kulisse für mehrere K-Dramen und den Film „Ghosts of War“ aus dem Jahr 2004. An verschiedenen Stellen im Wald stehen Schilder, die auf die jeweiligen Drehorte hinweisen. Welche Produktionen genau dort gedreht wurden, kannst du direkt vor Ort nachlesen.

Teich mit Insel und Hanok-Gebäude im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea
Teich mit Insel und Hanok-Gebäude.

Café und Bambusblatt-Eiscreme

Wenn du nicht nur den Bambus anschauen, sondern auch probieren möchtest, dann solltest du einen Abstecher in das Café im Lee Lee-nam Media Art Center machen.

Hier gibt es unter anderem Bambusblatt-Eiscreme. Wir haben diese allerdings nicht probiert und können daher zum Geschmack leider nichts sagen.

Café im Lee Lee-nam Media Art Center im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea
Café im Juknokwon Bambuswald.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Damyang

Wenn du etwas mehr Zeit in Damyang verbringst, habe ich hier noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten für dich.

Da Damyang für uns nur ein Zwischenstopp war, haben wir diese beiden Sehenswürdigkeiten nicht besucht, doch ich wollte sie trotzdem für dich mit aufnehmen.

Metasequoia-Allee

Die Metasequoia-Allee in Damyang gilt als eine der schönsten Alleen Südkoreas. Die Straße vom Dorf Hanjaegol nach Damyang-eup ist auf beiden Seiten von hohen Urwaldmammutbäumen gesäumt und bietet zu jeder Jahreszeit eine tolle Foto-Kulisse.

Metasequoia-Allee in Damyang, Südkorea mit hohen Bäumen auf beiden Seiten der Straße
Metasequoia-Allee in Damyang,. Foto: 가을작가

Siga-Munhwachon Dorf

Wenn du noch mehr über Damyang erfahren möchtest, kannst du auch das Siga-Munhwachon besuchen. Das nachgebaute Dorf dreht sich rund um die historische Kultur Damyangs.

Hier kannst du in die Geschichte der Region eintauchen und das traditionelle Leben hautnah erleben.

Anreise nach Damyang

Wir sind auf unserer Reise von Jeonju mit dem Auto nach Damyang gefahren. Das ist die einfachste und flexibelste Option, vor allem wenn Damyang ein Zwischenstopp auf dem Weg ist. Die Fahrt von Jeonju aus dauert ungefähr eine Stunde.

Wenn du nicht mit dem Auto unterwegs bist, kannst du Damyang auch mit dem Bus erreichen. Ab Gwangju fährt der Bus Nummer 311 direkt zum Juknokwon. Die Fahrt dauert auch etwa eine Stunde.

Von Seoul aus erreichst du Gwangju bequem mit dem KTX (Schnellzug) in rund zwei Stunden und kannst dann wie oben beschrieben mit dem Bus weiterfahren.

Teich mit Springbrunnen und Gartenanlage im Juknokwon in Damyang, Südkorea
Teich mit Springbrunnen und Gartenanlage im Juknokwon Bambuswald.

Essen rund um den Juknokwon Bambuswald

Direkt rund um den Juknokwon gibt es mehrere Restaurants, die auf Tteok-galbi spezialisiert sind. Tteok-galbi ist gegrilltes Hackfleisch aus der Rinderquerrippe und gilt als regionale Spezialität von Damyang.

Wenn du etwas Besonderes probieren möchtest, solltest du außerdem nach Daetongbap Ausschau halten. Bei diesem Gericht wird Reis direkt in einem Bambusrohr gedämpft und bekommt so ein leicht nussiges Aroma.

Noch ein paar praktische Tipps für deinen Besuch

Beste Reisezeit

Wir waren im April dort und hatten vorher gelesen, dass es im Juknokwon Bambuswald sehr voll werden kann. Da wir aber recht früh unterwegs waren, hatten wir Glück und es war kaum etwas los. Allerdings haben wir auch nicht den Haupteingang genutzt, denn unser Navi hat uns zu einem kleinen Seiteneingang geführt, was sicherlich auch von Vorteil war.

Wenn du im Mai dort bist, kannst du außerdem das Damyang Bamboo Festival erleben, das jährlich rund um den Juknokwon stattfindet. Das Festival bietet Kulturprogramm, lokale Spezialitäten und Aktivitäten rund um das Thema Bambus.

Holzsteg am Teich mit Pavillon im Juknokwon Bambuswald in Damyang, Südkorea
Juknokwon Damyang mit Eingang und Parkplatz im Hintergrund.

Wie lange du für deinen Besuch einplanen solltest

Für einen Besuch im Juknokwon solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wir haben für unseren Rundgang etwa drei Stunden gebraucht. Du kannst dir natürlich auch mehr Zeit lassen und in Ruhe die verschiedenen Pfade erkunden und auch das Café besuchen.

Wenn du dir noch die Metasequoia-Allee und das Siga-Munhwachon Dorf anschauen möchtest, solltest du eher einen ganzen Tag einplanen.

Juknokwon – Praktische Infos

Adresse: 119 Jungnogwon-ro, Damyang-eup, Damyang-gun, Jeollanam-do

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: 09:00 bis 19:00 Uhr (letzter Einlass 18:00 Uhr)
November bis Februar: 09:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)

Eintritt:
Erwachsene: 3.000 Won
Jugendliche: 1.500 Won
Kinder: 1.000 Won
Kinder unter 6 Jahren und Senioren ab 65 Jahren: kostenlos

Parken: Vor den Eingängen gibt es ausreichend Parkplätze. Bei uns war das Parken damals kostenfrei, das kann sich in der Zwischenzeit allerdings geändert haben.

Lohnt sich der Besuch im Juknokwon?

Auf jeden Fall. Der Juknokwon Bambuswald und das Gelände sind wunderschön angelegt. Bei unserem Besuch schien die Sonne und die Bambus-Bäume haben wunderbar Schatten gespendet.

Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, ist der Juknokwon Bambuswald ein toller Zwischenstopp und auch sonst auf jeden Fall einen Besuch wert.


Hi ich bin Peggy, dass Gesicht hinter Travellicious

Hi, ich bin Peggy – das Gesicht hinter Travellicious. Auf meinem Blog möchte ich dich für Orte begeistern dich mich begeistern und dich mit Informationen bei deinen Reisevorbereitungen unterstützen. Mehr über mich findest du auch hier.

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